Die Reformation und die auf sie zurückgehenden Veränderungen in der Kirchen- und der europäischen Geistesgeschichte wurden bis ins vergangene Jahrhundert hinein eher negativ betrachtet. Ursächlich dafür war, dass die Reformation aus katholischem Blickwinkel stets unter dem Aspekt der Trennung der westlichen Kirche betrachtet wurde.
Seit dem 20. Jahrhundert und nicht zuletzt durch Erfahrung zweier Weltkriege und der nationalsozialistischen Diktatur ist ein Wandel in der Betrachtung und Bewertung der Reformation eingetreten. Sie hat Spuren hinterlassen, die - wenn auch mit Verspätung - das kirchliche und gottesdienstliche Leben auch der katholischen Kirche verändert haben. Diesen Veränderungen wird an diesem Abend nachgegangen.
Von evangelischer Seite ist zu fragen, was die Ereignisse der Reformation jenseits der historischen Bewertung heute noch bedeuten und wie sie für die ökumenische Bewegung (weltweit) und vor allem auch für den Dialog mit der katholischen Kirche fruchtbar gemacht werden können.
Superintendent Gerald Hillebrand
*02.09.1956 in Wuppertal
1975-1981 Theologiestudium in Wuppertal und Bochum
1981-1983 Vikariat Wuppertal
18.09.1983 Ordination
1983-1993 Pfarrer in Wuppertal-Langerfeld
seit 1993 Pfarrer in Mülheim an der Ruhr (Broich-Saarn)
seit 1999 Diakoniebeauftragter
seit 01.07.2017 Superintendent im Kirchenkreis An der Ruhr
Pastor Dr. Heinrich Weyers
*13.05.1959 in Duisburg
1978-1983 Studium der Philosophie und Theologie in Bochum, Rom, Freiburg im Breisgau
1992 Promotion zum Dr. theol.
1994 Priesterweihe
Anschließend seelsorgliche Tätigkeit in Oberhausen, Essen, Duisburg und Mülheim an der Ruhr
Geistlicher Begleiter an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Essen
Mitglied im Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbrüderschaften und Diözesanpräses im Bistum essen
1999-2014 stellvertretender Vorsitzender der Liturgischen Kommission im Bistum Essen